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Steins Hof - Burgstraße 10 - 29556 Suderburg

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Der Heimatschuss     oder wie ich zu meiner Spielzeugeisenbahn kam

... eine kleine plattdeutsche Geschichte von L. Henrichs

1943, dat wir mitten in´n tweeten Weltkrieg, do war dat sau, dat Soldaten, de in Rußland verwund werr´n, inne Heimat bie ehre Öllern oder ook mannigmols bie fremde Lüt, sick wedder utkurien kön´n. So keum dat ook, dat bi us an´n Bohnhoff ein Tuch (Zug) ankäm, mit väl Suldaten in, de all krank wirn. Eener günn up Krücken, n´anner har dan´n Kopp vebund´n, alle harn irgendwat affkrägn, man snak domols ook von´n Heimatschuß.
De Bürgemeiste neum düsse Lüt nun in Empfang, alle wörd´n up´n Peerwogn set´t un nu wörden se vedeelt. Inne Burnhüser keumen twei ode dree Mann und bi de annern Inwöhner nur een. Sou nu ok bi uns to Hus, - jü möt´t ok een´n opnähm, hätt dat heeten, jü heft Platz genaug. Jo, dat wer jo ok richtig, Platz harrn wi jo. “So, Sie gehn man hier nach 28”, (dat wär us Husnumme domals) sä
de Bürgemeiste, da sind Sie gut aufgehoben.
Nu kröbbelte son´n lütten Suldaten mit´n verbund´n linken Arm von´n Peerwogen rünne, un käm
up us tau; “Guten Tag, ich bin der Jochen, ich soll hier - ich möchte hier... “.
Jo jo, sä min Mudder, is ar gaut, nu kumm man rin, nu gift dat ers mal wat tau eeten. He meum
sin lütt Bünnel, un käm up mik tau. So, du bist wohl der Sohn, aha, naja, - wir werden uns schon verstehen ich bin der Jochen, ich bin Obergefreiter, aber nun habe ich einen Heimatschuß bekommen, wird wohl bald wieder alles ok sein.
An´n Obendbrotsdisch hät he us nu vetellt, wie dat sau anne Ostfront weer un wie dat sau taugünn in´n Krieg. Frog em mol, sä mien Mudder ganz lies tau mick, ob he morn ode öwemorn mol dien Schufkoor un dien Handwogen wedder fardigmoken kann. Du weist je, de Rää sünd los un dull eiern dood se ok, du kannst je kum domit noch foan.
Ja, säg Jochen, he har dat all hört, mit Holz und Holzarbeiten kenn ich mich ganz gut aus, das mache ich dir alles heile. En Warkstä mit Hubelbank und Warktüg heft we ook, doran schall dat nich lingen; Holt is ook g´naug door, Nogels un Schruben liegt do in dat greune Schapp, sä min Mudder.
Nu, an annern Dag, gün dat ok los, dat har gornich lang duert, do wär alln´s ar fardig, de Schufkoor har en neeget Rad und de afbrokene Dissel an´n Bollerwogn wär ok wedder anmokt. Was hast du denn sonst noch so an Spielzeug, frog he mick, wide häf ick nix obe ein hölten Isenbohn ode Auto har ick geern. Na das ist doch nicht so schwierig zu machen, un nun günn dat los; dat Holt wör utsocht un tausogt un so wär ar een Waggon fonds fardig. Morgen machen wir weiter, dann kannst du auch bischen mithelfen, für heute soll es genug sein. Oh, häf ick dacht, dat häft we ja good dropen mit dan´n Suldoten, do komm ick dann ook noch gaut an min hölten Isenbohn.
Intwischen har min Mudder ok markt, da he handwarlich recht plitsch wär un so bleif dat nich ut, dat he ok anne lütje Soken reperiern möss, so gaut dat äben günn mit de rechte Hand, un wenn ick dann betten mit fastholt häf, wärn we twei richtige Fachlüü.
Mol klemmt de Schrankdör, mol brennt dat Licht inne Spieskomme nich, mol harn de Schau schäbe Hacken, Jochen hätt all´ns ferdigmokt. He wär en richtigen Fiffikus un sauwatt häft wi ook brukt bi uns to Hus, denn mien Vadder wär ja ook in´n Krieg.
Wann geit dat denn nu mit mine Isenbohn wider, häf ick em frogt. Gleich morgen früh, sä he, dann machen wir weiter.
An´n annern Dag käum da mine Tant na uns tau Beseuk. De wär domols bie de BDM und har Urlaub kräg´n. Lang hät dat nich durt, do ha Hans nur noch Og´n för mine Tant, de ok recht smuck in ehr Unniform utsähn dä. Alle häft dat makt - nur ick nich - de beiden harrn nur noch Og´n ver sick alleen, wie man so sächt hät. Jümme wenn ich inne Warkste käum, wär min Tant ook dor, un sät up de Hubelbank. Dor wör ook ganz liesen snakt, dat häf ick alls nich so recht begriepen
kön´n.
No´n poor Doog, als ick mol wedder inne Wakstä woll, hör ick buten anne Dör Stimmen; ick denk, du mußt doch mol kiken, wot dien Isenbohn mokt, wat häf ick seh´n - drei ode veer junge Deerns utn Dörp un noch´n ´poor Soldoten weern in us Warkstä. Eener har en old Grammofon dobie, einer een Mundharmonika un so günn dat dor ganz schön rund.
Wi de mick seh´n häft, sägt eine tau mik, geh du mal rauß, das ist hier nichts für Kinder. Dat is je komisch, häf ick dacht un häf dat min Mudder sägt. Jo, sä min Mudder, dat sünd junge Lüt´, do muß´t die nix bi denken, nu teuf man af, villeicht ward jo dien hölten Isenbon doch noch fardig.
Mit dann´n Trubel in us Warkstä günn dat aber jümmer sau wiede, ick woll dor gor nich mehr ringohn. Buten hav ick dat all hört, wat do los is, obe hüt günn dat woll besonders dull tau, de Musik wär lut, un sungen un danzt is word´n.
Wat schall dat blos wärn mit miene Isenbohn, dat wir dat, wat mick en betten plagt hätt, haa doch all´ns so gaut anlopen mit dan´n Jochen - un nu sauwatt, ha he dat vegetten?
Nu sünd de veer Weeken Genesungstied woll bald vebie, een knappe Week noch, sä min Mudder, dann mut Jochen trüch no Russland. Jo, un mit miene Isenbohn, wot ward do, frog ick, - dat weet ich ok nich, sägt sei, nu teuf man noch af....
De letzten dree Dog wern nu do, Jochen käm op mik tau u sägt, so heute Nachmittag will ich mein Versprechen einlösen, du hilft mir beim Sägen und dann bauen wir beide zusammen die Lok und noch ein paar Waggons. Un nu günn dat los; de Arbeit flutsch em fix vonne Han´n, sin linke Arm wär ok all wedder tau gebruken un so keum ick doch noch tau min Isenbohn ober nur mit dree Wogen. Schaad - naja! Nun will ich Dir was sagen, säg Jochen, das darft du aber niemanden erzählen, das muß ein Geheimnis bleiben unter uns. Ich häf tausägt, tau schwiegn un he vetällt nu, dat he in sien´n Urlaub weddekummt un mit min Tant Verlobung fiern will. Dat hett mick dropen, un freit häf ick mick ok, denn nu kriech ick de annnern Wogen för min Isenbohn villeicht doch noch, häf ick mick sau dacht.
Nu, düsse Neegkeit könn ick je nich för mik alleen beholen un häf dat fonds mien Mudder vertällt. De hät nur lacht un sägt, dat häf ik al lang weeten, do vertellst du mick nix Neeget.
Sau bin ick nu an min hölten Isenbohn kom´m un een Unkel häf ick glieks dotau kräg´n. Hüt´ is he al öbe 80 Johr old un ehr golden Hochtiet häft se ook all tohopen fiert.

 

Steins-Hof, Familie Henrichs,
Burgstraße 10

29556 Suderburg

Stand: 17.04.2017

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